Die alten Börsenweisheiten „Politische Börsen haben kurze Beine“ oder „Kaufen, wenn die Kanonen donnern“ werden von den aktuellen Entwicklungen in der Golfregion auf eine harte Probe gestellt. Die FAM als klassischer „I don’t know-Investor“ (siehe hierzu bitte den FAM Frühlingsbericht 2025) kann keine Prognosen darüber erstellen, wann der Iran-Krieg vorüber sein wird, wo die Ölpreise im Hoch notieren werden oder wie sich die Zins-, Kredit- und Aktienmärkte im weiteren Jahresverlauf entwickeln werden. Was wir aber machen können, ist zu analysieren, was in den einzelnen Märkten aktuell eingepreist ist.
Zwei Schlagwörter haben sich 2025 bezüglich der sogenannten „Private Markets“ in die Köpfe informierter Investoren eingebrannt. Dabei handelt es sich (1) um die ganzjährig angepriesene „Demokratisierung“ dieser Assets und (2) um das berühmt gewordene Zitat vom J.P. Morgan Chef Jamie Dimon „Wo eine Kakerlake ist, sind wahrscheinlich auch mehrere“, welches er im Zusammenhang mit der First Brands Pleite im Oktober über den Private-Credit-Markt tätigte.
In der aktuellen Ausgabe des Bond Magazine stellt Philipp Bieber drei Unternehmensanleihen für 2026 vor, die aus unserer Sicht ein attraktives Risiko-Rendite-Profil aufweisen und für Investoren von besonderem Interesse sind.
Auf dem Vermögenstag der V-Bank beantwortet Rui Soares vier spannende Fragen zum Thema Anleihen.
Am interessantesten sind immer diejenigen Fonds in der eigenen Peergroup, die permanent an der Spitze stehen. Von diesen Managern bzw. Konzepten möchte ich lernen. Ein systematisches Konzept aus dem Bereich der Optionsfonds, welches sich über einige Jahre eher schwergetan hat, konnte in den 2020er Jahren eine bock-starke Performance zeigen. Diese war so gut, dass der Fonds (zwischenzeitlich) geschlossen wurde. Da die FAM auch ein etablierter Optionsmanager ist, sind wir von einem wichtigen Kunden im Jahr 2022 angesprochen worden, ob wir ein ähnliches Konzept lancieren können.
Während sich unternehmensspezifische Risiken bei Credit durch eine breite Verteilung der Anlagegelder auf möglichst viele Firmen aus unterschiedlichen Branchen und mit differierenden Geschäftsmodellen am Kapitalmarkt relativ einfach reduzieren und im Griff behalten lassen, stellt sich dies bei systemischen Risiken deutlich komplexer dar. Hier bedarf es weitreichender Überlegungen sowie einer konsequenten und disziplinierten Umsetzung, wie die folgenden Ausführungen zeigen. Dies vorausgesetzt sind die Ergebnisse dann allerdings sehr überzeugend.
Normalerweise äußern wir uns in unseren FAM-Quartalsberichten nicht zu politischen Themen. Diesmal machen wir – nach intensiver Diskussion im FAM-Team – eine Ausnahme. Denn wir sind von vielen unserer Kunden explizit danach gefragt worden, welche Auswirkungen der Ausgang der jüngsten US-Präsidentschaftswahlen für die Börse haben könnte. Natürlich können wir nicht in die Zukunft blicken und wollen deshalb auch ungern Prognosen abgeben. Im folgenden Artikel wird erläutert, was an den Kapitalmärkten passieren könnte, wenn der neue alte US-Präsident seine Ankündigungen in die Tat umsetzen würde und wie ein robustes Multi-Asset-Portfolio aussehen sollte.
Erstmals seit Einführung des Euro im Jahr 1999 sind die Renditen für Euro-Zinsswaps unter die Rendite deutscher Staatsanleihen gefallen.
Am 02.08 (Freitagabend) konnten wir im S&P500 Optionsmarkt bereits beobachten, dass out-of-the-money Puts mit deutlichem Aufschlag handelten. Vor allem kurze Laufzeiten waren betroffen, was den VIX-Index zwischenzeitlich auf 27,2 Punkte anstiegen lies. Bei längeren Laufzeiten blieb das Vola-Niveau insgesamt weiterhin niedrig.
Eine wesentliche Zielsetzung bei der Strukturierung unserer Multi Asset Kundenportfolios ist es, durch breite Streuung über verschiedene Asset Klassen eine möglichst starke Reduzierung der Schwankungsintensität zu erzielen. Um die Beimischung von Edelmetallen führt in diesem Zusammenhang kein Weg herum. Ihre Diversifikationseigenschaften waren in der Vergangenheit fast schon erschreckend gut. Hinzu kommt ihr hoher Performance-Beitrag, der aufgrund der jüngsten Rallye beachtlich war
In amerikanischen Bürogebäuden ist es ruhig geworden. Immer mehr Flure bleiben dunkel. Das drückt auf die Mieten und damit auf die Preise der Immobilien. Schon geraten die ersten Banken in Bedrängnis und deutsche Geldhäuser sind wieder mittendrin statt nur dabei. Droht nach 2008 eine Finanzkrise 2.0 mit allen Konsequenzen auch für hiesige Kreditinstitute oder sogar die weltweiten Kapitalmärkte?
Der Markt für europäische Hochzinsanleihen weist aktuell erhebliche Bewertungsanomalien auf. Die Risikoaufschläge sind viel höher, als sie fundamental betrachtet eigentlich sein dürften. Das sorgt für attraktive Chancen, deren Wahrnehmung emotional allerdings nicht ganz einfach ist
Der FAM Renten Spezial bedient sich bekanntermaßen am kompletten High Yield Buffet. Dazu zählen grundsätzlich auch nachrangige Bankanleihen, sog. AT1 Anleihen, die auch „CoCo-Bonds“ genannt werden. Bei ihnen ist nach der Verdoppelung der Credit Spreads seit Jahresbeginn in Kombination mit dem Zinsanstieg wieder richtig Speck am Knochen. Gleichzeitig wurde die Bankenbranche infolge der Finanzkrise inzwischen „de-risked“ und zeigt sich nunmehr regelrecht solide, ja fast schon langweilig, wobei „langweilig“ hier im positiven Sinne zu verstehen ist. Denn Bondholder lieben die Kombination aus hoher Rendite und einer unaufgeregten soliden Geschäftsentwicklung.
An den Ankauf von Staatsschulden durch die Notenbanken hat sich die Investorengemeinde inzwischen weitestgehend gewöhnt. Gerade Politiker, aber auch einige Wirtschaftswissenschaftler und sogar Investoren gehen nun noch einen Schritt weiter und fordern von der EZB, einen Teil der von ihr gehaltenen Staatsanleihen kurzerhand einzustampfen und die Schulden dadurch deutlich abzusenken. Baron Münchhausen wäre von dieser Idee vermutlich begeistert gewesen.